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Rapid weiter im freien Fall
Groß waren die Hoffnungen bei Rapid, als Damir Canadi das Trainerzepter übernommen hatte. Drei Partien später ist schon wieder die totale Ernüchterung eingetreten. Man steht mit leeren Händen da.

Göttlicher Underdog
Nach vier Siegen in Folge hat Titelverteidiger Juventus Turin in Genua wieder einmal verloren. Und muss sich jetzt sogar mit einem neuen Verfolger auseinandersetzen – Atalanta Bergamo ist das Team der Stunde in der Serie A.

Nico krönt sich endlich
34 Jahre nach seinem Vater sicherte sich Nico Rosberg mit einer souveränen Vorstellung in Abu Dhabi den Weltmeistertitel 2016.



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Grumser plant mit Wacker

Der auslaufende Vertrag von Wacker-Coach Thomas Grumser steht kurz vor der Verlängerung. Auf den 37-Jährigen wartet in den kommenden eineinhalb Jahren allerdings viel Arbeit.

Es war mehr als eine Momentaufnahme. Der vergangene Freitag war das Spiegelbild einer ganzen Saison. Eines, wie es klarer nicht sein könnte. Auf der einen Seite der HC Innsbruck. Der 6:2-Erfolg über den HC Bozen spülte den einstigen Prügelknaben der EBEL-Liga auf Platz 4 in der Tabelle. Das Playoff in greifbarer Nähe. Vor 2700 begeisterten Fans. Saisonrekord.
Auf der anderen Seite der FC Wacker Innsbruck. Nur 200 Meter Luftlinie weiter südlich. Das Glücksspiel gegen den FAC (2:1-Erfolg), eine Stunde vorher angepfiffen, wollten lediglich 1107 Zuschauer vor Ort erleben. Negativrekord. In einer Saison, die an Negativerlebnissen schon viel zu viel zu bieten hatte. Und mit einem Trainer, dessen Zukunft sich in den kommenden Tagen entscheidet.
Das Engagement von Thomas Grumser als wackerer Cheftrainer ist nämlich (vorerst) nur bis kommenden Freitag datiert. Ende September übernahm er das Kommando, Anfang Dezember wäre er es wieder los. Nach nur 10 Spieltagen. Wenngleich nahezu alles daraufhin deutet, dass das zwischen Grumser und Wacker eine längere Beziehung wird. Mit vier Siegen, vier Unentschieden und nur einer Niederlage ließ der 37-Jährige seit seiner Bestellung zum Interimscoach Zahlen für sich sprechen. In den vergangenen neun Runden holte nur Austria Lustenau mit 18 Punkten mehr Zähler als Innsbruck (16). Dementsprechend groß ist das Interesse der Verantwortlichen, den Trainer längerfristig an Wacker zu binden. Seit der Länderspielpause laufen die Gespräche, verrät Grumser: „Wir tauschen uns seitdem regelmäßig aus.“ Im Zweitages-Rhythmus wurden zahlreiche Details bereits geklärt und in wesentlichen Punkten (Gehalt und Laufzeit) Einigung erzielt. „Am Geld scheitert’s nicht mehr“, versichert er. Jene Punkte, die noch geklärt werden müssen, betreffen die fehlende UEFA-Lizenz und das Mitspracherecht bei der Zusammenstellung des neuen Kaders. Sollte man sich in den ausstehenden Details noch finden, steht einer Verlängerung des Vertrags bis 2018 nichts mehr im Weg.
Dann kann für Grumser die Mission Aufstieg beginnen. Eine Mission, die schwerer zu erfüllen sein dürfte, als es der Punktestand der letzten neun Runden vermuten lässt. „Wir sind bei weitem nicht da, wo wir hin wollen.“ Insbesondere die Punkteverluste zuletzt zeigten, dass die Kugel am Tivoli noch nicht so rollt, wie sie rollen muss. Das Videostudium bescheinige zwar dem wackeren Spiel mehr Struktur, „aber die Qualität im letzten Drittel lässt zu wünschen übrig.“ Gegen den FAC war dieses letzte Drittel gefühlte 89 Minuten lang. Ein Zustand, den sich Grumser nur mit der negativen Stimmungslage im Tivoli erklären kann, zumal die Leistung im Training völlig anders ist als jene im Spiel. „Da ist eine Energie, die einen fast leersaugt.“ Einer jener Unterschiede zu Spielen des HCI. Da wird die Mannschaft vom Publikum gepuscht.




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